Bevor wir uns mit dem Lernen selbst beschäftigen, ist es wichtig, etwas über unser Gehirn zu wissen.

Wusstest du, dass unser Gehirn aus zwei Hälften besteht?

 

Dieses seltsame Gebilde soll unser Gehirn darstellen.

Wenn du etwas Neues lernst, ist es wichtig, dass beide Gehirnhälften zusammenarbeiten. Mache dazu einen kleinen Versuch:

Stehe auf, stelle dich hinter deinen Stuhl und hebe den Stuhl 5-mal mit einem Arm hoch. Stelle ihn kurz ab und hebe ihn dann 5-mal mit beiden Armen hoch. Was ist einfacher?

Logisch, dass es mit zwei Armen leichter geht, das ist jedem klar. Dieses Wissen müssen wir auf unser Gehirn übertragen. Erst wenn man beide Gehirnhälften nutzt, erreicht man optimale Leistung.

Dass die linke Gehirnhälfte beim Lernen gefordert ist, ist leicht zu verstehen, doch wie aktiviere ich auch die rechte Gehirnhälfte?

Gestalte z.B. Bilder zu deinem Lernstoff, erfinde eine Quatschgeschichte mit schwierigen Lernwörtern oder bewege dich beim Lernen. Dabei ist jeweils die linke Gehirnhälfte gefordert.

Zwischen den Gehirnhälften gibt es viele Millionen Verbindungsdrähte – wie ein riesiges Telefonnetz. So können die beiden Hälften zusammenarbeiten, sich austauschen und sich ergänzen.

Leider kann diese Verbindung auch gestört und unterbrochen werden. Dann arbeiten die Gehirnhälften schlecht zusammen. Es gibt Tage, da bist du schusselig, stolperst über die eigenen Füße und im Kopf fühlt es sich leer und dunkel an. Das passiert, wenn wir Angst oder Stress haben. Aber auch, wenn wir uns sagen: „Das kann ich eh nicht! Das schaffe ich ja nie! Blöde Schule, ... ."

Das wirkt dann wie ein Blitz, der die Verbindung oder die Telefonleitung unterbricht.

Wir blockieren dann regelrecht selbst unsere Fähigkeiten. Du bist solchen Gedanken aber nicht hilflos ausgesetzt. Folgende Sätze wirken dagegen wie ein Blitzableiter: „Ich schaff das auch! Ich kann das selbst, wenn ich mich anstrenge! Ich lass mich nicht unterkriegen!"

Zugegeben, das ist richtig schwer, wenn man gerade vor einer Aufgabe sitzt, die man nicht versteht. Verlasse also kurz deinen Arbeitsplatz und probiere mal einige der folgenden Tipps aus:

  • Lieblingslied anhören und laut mitsingen
  • einmal um das Haus herumsausen
  • einen Kaugummi holen
  • male abwechselnd mit der linken und der rechten Hand eine große liegende 8 in die Luft. Verfolge deine Handbewegung genau mit den Augen und am besten denkst du: Ich schaff das schon, ich kann das auch, ..  .
  • Linke Hand auf rechtes Knie und dann rechte Hand auf linkes Knie; kannst du es auch abwechselnd springend?



Die beiden letzten Tipps sind übrigens besonders gut, um die Zusammenarbeit der beiden Gehirnhälften zu fördern. Zum Schluss noch etwas ganz Wichtiges: Du kannst die Verbindung regelrecht ölen, wenn du über den Tag verteilt immer wieder etwas frisches Wasser trinkst. Wichtig: Wenn mal etwas nicht so klappt, hilft es nichts, wenn du mit Gewalt weiterarbeitest. Gönn dir dann besser eine kleine Pause, mache kurz etwas, das dir guttut und dich auf andere Gedanken bringt. Versuche es dann noch einmal.

Viel Erfolg!

M. Streng

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